Krisen, Komfortzone und andere Chancen


Das Leben in der Komfortzone

Tägliche Routine und Handlungsmuster definieren unsere Komfortzone. Wohlig haben wir Sie uns eingerichtet und wir gestalten unsere Lebensbereiche so, dass wir täglich vertraute Handlungen ausführen können.

 

Unsere Bedürfnisse werden dabei oft nur oberflächlich gedeckt, unsere eigene Entwicklung übernehmen wir nur passiv, steuern sie von außen, spüren zu wenig, was uns selbst eigentlich wichtig ist und lassen uns von kurzfristigen Anreizen leiten, die uns oberflächlich gut tun, ohne die langfristige Vision zu verfolgen, ohne unseren inneren Kompass zu berücksichtigen, der uns eigentlich anzeigt, wo es lang geht, wenn wir ihn beachten würden.

 

Wir hüten uns davor, über den eigenen Schatten zu springen, etwas zu verändern, Neues zu entdecken und dabei unser Bewusstsein zu entwickeln. 


Der Zonen-Manager

Dass dies auch so bleibt, hat mit unserer Inneren Stimme zu tun und mit der fehlenden Notwendigkeit, etwas anzupassen. Ganz ehrlich, wie oft sagen wir uns selbst, dass wir dies mehr tun könnten, oder jenes weniger, aber der Zonen-Manager im Kopf hat schon wieder 100 Gründe parat, warum es sich nicht lohnt, den neuen Weg zu gehen. Antrainierte Verhinderungstaktik.

 

 

«Ich würde mich ja gerne beruflich verändern, aber so ein Lohn bezahlt mir bestimmt niemand mehr».

 

«Ich würde mich ja gerne selbständig machen, aber das Risiko ist mir in meinem Alter zu einfach zu gross».

 

«Ich würde ja gerne….., aber……»

 

 

Es ist die Angst, die uns hemmt, den Schritt in eine neue ungewohnte Situation zu machen. Es fehlt der Mut, einen Schritt zu machen und doch spüren wir gerade in dieser speziellen Zeit, welche Dinge uns Freude machen. Homeoffice zeigt uns deutlich auf, wo wir Sinn finden in unserem Job und mit Freude uns selbst motivieren und wo was liegen bleibt.

 

Der Freizeitstress fällt weg und wir beginnen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Bewusstsein für die innere Stimme wird stärker. Was leitet uns wirklich?


Krisen verändern die Perspektive

 

Krisen werfen uns aus der Bahn.

 

Ehekrisen, Lebenskrisen, Midlife Krisen und aktuell führt uns dies die Corona-Krise ganz deutlich vor Augen, was mit unserem Leben in Krisen passiert. Es verschiebt unsere Perspektive, unseren Blick, auf das was wichtig ist im Leben.

 

Krisen sind immer eine Chance, Dinge neu zu betrachten. Der Mensch verändert sich dann, wenn prägende Erlebnisse unser Leben verändern.

 

Der Partner trennt sich, dein Job wird gestrichen, Du merkst, dass Du jahrelang falschen Anreizen von außen nachgejagt bist, Du stehst in der Lebensmitte und wachst eines Morgens auf und fragst Dich: war das jetzt alles? 

 

 

Krisen entwickeln automatisch eine neue Perspektive. Nicht von heute auf Morgen, oft ist es ein Prozess, bei dem wir zuerst ins «Tal der Tränen» fallen, bis neue Blickwinkel und Lösungsansätze entstehen.


Dort wo Angst ist, sind Entwicklungschancen

Dort wo Ängste sind, haben wir Entwicklungspotential. Dort sind Ressourcen und Fähigkeiten verborgen, die wir entwickeln können. Neue Verhaltensweisen, neue mentale Strategien, vielleicht das Entdecken von neuen Energiequellen.

 

 

Neue Wege entstehen, in dem wir sie gehen. Indem wir trotz unserer Zweifel etwas Neues ausprobieren. Und wir wieder lernen, in unsicheren Zeiten, auf unser Bauchgefühl zu vertrauen. Das bedeutet aber auch, die neue Situation anzunehmen, den Fokus zu schärfen und unsere Gedanken zu beobachten. Lässt Du sie Jammern oder oder aktiv nach Lösungen suchen? Wobei ein kurzes Abjammern, immer hilft, sich mit der Situation anzufreunden.


Neue Perspektive, neue Sichtweise, neue Energie

 

Wenn Du bereit bist, die neue Situation anzunehmen, dann verschiebt sich auch Dein Fokus auf das Wesentliche.

 

Dann bist Du bereit, in neuen Lösungen zu denken. Dann beginnst Du, auf neue offene Türen zu schauen, anstelle der verschlossenen. Dann zeigen sich neue Wege.

 

 

Im Coachingprozess wird genau dieser Ansatz gefördert und mit gezielter Fragetechnik der Lösungsprozess in deinem System entwickelt.

 

Nachfolgend habe ich Dir 5 Tipps aus meiner Coachingpraxis aufgeschrieben, die oft helfen, selbst eine neue Sichtweise zu erlangen.


  1. Höre auf dein inneres Team. Wie sprichst Du mit Dir über die Situation? Kritisierst Du selbst die aktuelle Lage oder denkst Du in Lösungswegen

  2. Wann probierst Du etwas Neues aus? Wenn Du die 100 Prozent-Lösung hast? Oder probierst Du mutiges etwas Neues aus? Wer hindert Dich am nächsten Schritt? Oft bist es nämlich Du selbst.

  3. Du musst nicht alles selbst lösen, aktiviere Dein Netzwerk. Bitte um Hilfe, entwickle gemeinsame Lösungswege, diskutiere, überlege wer dich in diesem Thema unterstützen könnte. Rufe einen alten Freund an. Gehe auf dein Facebook oder Linkedin-Netzwerk zu. Miteinander austauschen, heisst auch, Unterwartetes zu entdecken.

  4.  Lasse deine eigene Erwartung los. Unser Bewusstsein ist flexibel und ständig in Bewegung. Unsere Erwartungen an uns selbst können wir verändern. Niemand ist fehlerfrei. Schliesse Freundschaft mit deinen Fehlern und erkenne sie als neues Potential an. Und lerne, negatives Feedback auszuhalten und nicht als persönliche Kritik anzunehmen. So kommst Du schneller wieder in den Lösungsmodus.

  5. Erkenne wo Dir Lob gut tut von außen. Und frage Dich warum. Wo lässt Du dich durch Lob antreiben, obwohl es gar nicht um deine Bedürfnisse geht. Wo hast Du Verhaltensmuster entwickelt, um einfach brav zu sein? Oder um die soziale Akzeptanz von deinem Umfeld nicht zu verlieren. Wenn Du Klarheit schaffen willst, dann stell Dir die Frage: würde ich es auch tun, wenn nur ich mir selbst dazu gratulieren würde? 

Krisen schärfen unseren Fokus


 

Mit sich selbst auseinander zu setzen, heisst auch, die eigene Perspektive und das eigene Bewusstsein über sich selbst zu entwickeln. Wir können das jeden Tag praktizieren. Durch neue Inputs wie dieser Artikel hier, Hören von Podcasts, im Austausch mit unserem Netzwerk.

 

 

Krisen schärfen unseren Fokus, pushen uns aus der Wohlfühloase und fordern uns auf, eine neue Sicht auf die Dinge einzunehmen. Lassen und neue Lösungsmuster entdecken.

 

 

 

So gesehen sind Krisen immer Chancen, neue Aspekte unserer Persönlichkeit zu entdecken. Ob nun berufliche Krisen, private Krisen, Coronakrise, ja sogar die Midlife Krise und kann zur Midlife-Chance werden, wenn wir bereit sind, die Komfortzone zu verlassen und dem inneren Kompass zu folgen.

Lust auf veränderung?


Du bist selbst eingeklemmt in einer Situation, erkennst dass neue Lösungen und Ideen gefragt sind, schaffst aber den Schritt nicht alleine auf die Umsetzungsebene? Dann kann Dich dabei ein Coaching sehr gut unterstützen.

 

 

Gerne aktuell mit der nötigen Distanz oder auch gerne online via Zoom. Kontaktiere mich unverbindlich hier: 

Dir hat mein Text gefallen und Du möchtest weitere Inputs zum Thema Persönlichkeitsentwicklung?

 

Dann trage Dich in meine Liste für weitere Inputs ein. Was höchstens einmal im Monat passiert, da ich lieber rede als schreibe ;-).

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