Wie Du Ruhe und Klarheit in unruhigen Zeit schaffst

Fokus finden


Für viele ist die aktuelle berufliche Situation eine Herausforderung. Obwohl für einige im Moment weniger Arbeit ansteht, hat für andere das Tempo eher zugenommen. In Zeiten von Homeoffice, Kinderbetreuung, Einkaufen für die betagten Eltern, ständig ändernden Rahmenbedingungen im Job, ist es für andere schwierig, nur eine ruhige Minute zu finden.

 

Nebst dem Tempo herauf zu fahren, gilt es zu lernen, wie man seinen Geist selbst beruhigen kann, Klarheit schaffen und sich wieder fokussieren. Dies verringert Stress, verbessert die Konzentration und ist für die mentale Stärke von entscheidender Bedeutung. Und Du kannst das für Dich trainieren.


Gedanken bremsen


Unser Verstand ist ein mächtiges Werkzeug. Wir denken zwischen 60'000 – 70'000 Gedanken am Tag.

 

All diese Gedanken beeinflussen unser Tun und Handeln. Viele davon sind nur flüchtig, kommen unbewusst und oft gerade dann, wenn wir sie nicht brauchen und uns mehr konzentrieren möchten.

 

Nämlich genau dann, 

 

  • wenn Du ein wichtiges Konzept bearbeiten musst, dass Morgen fertig sein soll
  • wenn Du ein wichtiges Mail verfassen möchtest und ständig andere Gedanken durch den Kopf schwirren, Dinge Du jetzt viel lieber machen würdest.
  • wenn Du eine Bewerbung schreiben willst und ständig die Gründe dagegen anstatt dafür durch den Kopf surren.

Kontrolle über deine Stimmen im Kopf


Die Kontrolle über deinen inneren Dialog zu erlangen, ist nicht ganz einfach, denn wir haben auch eine ganze Sammlung an unbewussten Informationen, welche wir mit uns herumtragen. Alle Welt spricht immer vom positiven Denken, aber der innere Kritiker hat manchmal auch eine ganz doll laute Stimme. Und findet oft auch unbewusst Argumente gegen unser Vorhaben.

 

Und wenn wir gestresst sind, fallen wir in die Tendenz, Schritt für Schritt einfach abzuarbeiten, ohne die Gedanken neu zu sammeln und vergessen dabei, dieses mächtige Werkzeug neu zu fokussieren.

Folgende Tipps helfen Dir, auch in stressigen Zeiten den Fokus neu auszurichten:

 

  1. Ab und zu mal den Stecker ziehen! Nicht nur die Gedanken im Kopf, sondern auch die ständige Beschallung um uns herum. Wer ständig online ist, E-Mails liest, Instagram durchforstet, nimmt immer wieder neue Impulse auf, welche die eigenen Gedankengänge durcheinanderbringen. Offline gehen, einen Spaziergang geniessen und den Gedanken mehr Tiefe als Tempo geben. Das hilft, die eigenen Gedanken zu reflektieren und reduziert erst noch den Stresspegel.

  2. Moderate Bewegung ist sowieso das beste Mittel, die Gedanken zu beruhigen und den Cortisol-Spiegel zu senken. Wenn es darum geht, den Kopf frei zu bekommen und das Stresshormon wieder aus unserem Körper zu befördern. Unser Körper ist für moderate Bewegung geschaffen. Wenn Du im Stress bist, so plane diese Zeitfenster erst recht für Dich ein. Sozusagen ein Date mit Dir selbst.

  3. Gedanken lassen sich gut ordnen, indem man sie zu Papier bringt. Wenn Du das, was dich beschäftigt zu Papier bringst, dann machst Du dir einerseits Gedanken über deine Gedanken, aber andererseits, wird Unbewusstes oft auch bewusst gemacht. Was schwarz auf weiss vor Dir steht wird fassbarer und klarer.

  4. Achtsam mit den eigenen Gedanken umgehen. Auch wenn Achtsamkeit im Trend ist, Achtsamkeit ist kein Wundermittel, es ist in uns allen drin und wir haben es mit dem heutigen Tempo einfach nur verlernt. Mir persönlich gefällt der englische Begriff "Mindfullness" besser». Um achtsamer zu werden, musst Du nicht gleich mit meditieren anfangen, sondern oft reicht es aus, inne zu halten und zu spüren, ist mein Herz oder mein Bauchgefühl mit meinem Gedanken im Kopf verbunden. Wie fühlt es sich an? Oder tanzt der innere Kritiker mir bereits wieder auf der Nase rum? Die Kraft des Innehaltens kann dabei helfen, mehr Klarheit in dem, was Du wirklich willst, zu generieren.

  5. Zum Schluss doch noch eine kleine Atemübung: sozusagen Mediation für Anfänger. Schliesse die Augen, konzentriere Dich auf deinen nächsten wichtigen Schritt, auf das nächste Projekt oder den Meilenstein, spüre, wie es sich anfühlt, wenn die Arbeit bereits getan wäre, atme tief durch und konzentriere Dich 1-2 Minuten nur auf deine Atmung. Und merke wie sich deine Gedanken wieder auf die bevorstehende Arbeit fokussiert.

 


Fokussiere deine energie


Fokussieren heisst auch, sich geistig auf das Resultat vorzubereiten. Sich visuell auf den nächsten Arbeitsschritt zu fokussieren und mit klarem Geist tief in die Arbeit einzusinken. Das unterstützt auch deine Kreativität in der Lösungsfindung.

 

Abstand zu den dringenden Pendenzen zu  finden und Klarheit für das nächste grosse Ziel oder einen wichtigen Schritt im Leben zu gewinnen, bedeutet auch, deinen Fokus  zu aktivieren. Deine Aufmerksamkeit auf deine Entwicklung zu richten und die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.

 

Fokus zu finden ist nicht ganz einfach, aber ein wirkungsvolles Instrument, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten, wenn wir uns dessen bewusst werden.

 

Stell Dir vor, wie es sich anfühlt, wenn die Arbeit getan ist, wenn der nächste grosse Schritt erreicht ist und erobere neue Wege, in dem Du die fünf oben genannten Tipps ausprobierst.


Neue Impulse


Klarheit für den guten nächsten Schritt finden ist oft auch Thema in meinen Coachingssitzungen.

 

Wenn das Bedürfnis für eine Weiterentwicklung da ist, der Schritt auf die Umsetzungsebene nicht gelingen will. Da können neue Impulse helfen, die Lösungsorientierung mit der gezielten Prozessbegleitung zu fördern. Informiere Dich unverbindlich in einem Gespräch mit mir über die Möglichkeiten.

 

Schreib mir dein Anliegen, deine Frage in die Kontaktmöglichkeit, ich melde mich bei Dir.

 

 


 

 

 

Du möchtest mehr wissen über das Thema "fokussiertes Arbeiten"? 

 

Mein Buchtipp dazu:  «Konzentriert arbeiten» von Cal Newport. Darin beschreibt er, wie er es geschafft hat, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren und wie wir diese entscheidende Fähigkeit fördern können.

 

 

Cal Newport prägte hierfür den Begriff "Deep Work", der einen Zustand völlig konzentrierter und fokussierter Arbeit beschreibt, und begann die Regeln und Denkweisen zu erforschen, die solch fokussiertes Arbeiten fördern.

 

Mit seiner Deep-Work-Methode verrät Newport, wie man sich systematisch darauf trainiert, zu fokussieren, und wie wir unser Arbeitsleben nach den Regeln der Deep-Work-Methode neu organisieren können. 

 

 

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